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Lehrkräftegesundheit ernst nehmen: Altersteilzeit muss erhalten werden

Alexander Stepp: „Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Schulen steigen stetig und damit auch die Belastungen für die Lehrkräfte. Die Altersteilzeit ist ein wichtiger Baustein für eine gerechte Personalpolitik, um die Kolleginnen und Kollegen zu entlasten und planbare Übergänge für alle Beteiligten zu schaffen. Daher muss die Regelung verlängert werden.“

Zum 1. August ist die Altersteilzeitregelung für Lehrkräfte ausgelaufen. Für den VBE ist klar, dass die Regelung – wie in den Jahren zuvor – fortgesetzt werden muss. Die Möglichkeit in Altersteilzeit zu gehen zentrales Instrument zur Entlastung der älteren Kolleginnen und Kollegen und damit wichtig für die Lehrkräftegesundheit.

Alexander Stepp, stellvertretender Landesvorsitzender und gewerkschaftspolitischer Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung Rheinland-Pfalz (VBE), stellt klar: „Die Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen steigt konstant. Wir vernehmen daher immer mehr Gefährdungsanzeigen und Ruhestandsversetzungen wegen Dienstunfähigkeit. Mit Blick auf den Gesundheitsschutz ist die Altersteilzeit ein wichtiges Instrument, um die Lehrkräfte lange gesund im Beruf zu halten und lange Ausfallzeiten durch Krankheit zu verhindern.“

Zudem schafft die Altersteilzeit Planungssicherheit, so Stepp: „Die Altersteilzeit hilft, die Folgen der beruflichen Belastungen abzufedern und die Unterrichtsversorgung zu sichern, da die Lehrkräfte länger zur Verfügung stehen. Die jungen Kolleginnen und Kollegen profitieren auch, da Planstellen früher besetzt werden können. Fällt die Altersteilzeit weg, fallen qualifizierte Lehrkräfte aus dem Schuldienst, da die älteren eher krank werden und die jüngeren in andere Bundesländer abwandern, wo sie eine Planstelle bekommen.“

Lars Lamowski, Landesvorsitzender des VBE Rheinland-Pfalz fügt an: „Damit Schule besser wird, braucht es verlässliche Perspektiven für die Kolleginnen und Kollegen. Wirksame Maßnahmen zur Entlastung dürfen daher nicht wegfallen, sondern müssen langfristig fortgeführt werden, damit erfahrene Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern so lange wie möglich ein qualitatives Bildungsangebot machen können und die jüngeren Kolleginnen und Kollegen schnell in eine sichere Beschäftigung aufrücken können.“