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Jetzt muss gehandelt werden! VBE zum Start der Koalitionsverhandlungen

Lars Lamowski: „Das Thema Bildung wurde vor der Wahl von den zukünftigen Koalitionspartnern groß bespielt und muss auch nach der Wahl endlich zur Chefsache gemacht werden, damit die vollmundigen Wahlkampfslogans auch zur schulischen Realität werden können. Das Thema Bildung muss weiterhin an erster Stelle stehen. Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt muss gehandelt werden!“

In Rheinland-Pfalz wurden mit den Landtagswahlen am 22. März die politischen Weichen neu gestellt. Nun haben sich die CDU und SPD auf die Aufnahme von Koalitionsgesprächen geeinigt.

Lars Lamowski, Landesvorsitzender des Verband Bildung und Erziehung Rheinland-Pfalz (VBE), zeigt zum Start der Koalitionsverhandlungen auf, wo Handlungsbedarf besteht: „Beim Thema A13 für alle Lehrkräfte kann es nun keine Ausreden mehr geben, denn beide Parteien haben dies auf dem Zettel. Wir erwarten die schon lange überfällige und sofortige Umsetzung, damit gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt wird. Wir brauchen ein verpflichtendes zusätzliches Schuleingangsjahr, eine Klasse 0, um den Übergang von der Kita in die Grundschule besser zu gestalten und alle Kinder gezielt auf die Schule vorzubereiten. So legen wir ein solides Fundament für die Bildungsbiografie der Schülerinnen und Schüler. Um den hohen gesellschaftlichen Anforderungen an die Schulen Rechnung zu tragen, brauchen wir endlich multiprofessionelle Teams in der Fläche verfügbar und an allen Schulen fest im Team integriert. Damit können wir den Themen, welche die Kinder und Jugendlichen mitbringen, endlich gerecht werden. Zudem brauchen wir wieder mehr Zeit für die Schülerinnen und Schüler. Dies gelingt nur durch mutige Strukturreformen und einem Plus an qualifiziertem Personal. Die zukünftigen Koalitionspartner sind nun am Zug, ihre Versprechen zeitnah umzusetzen.“

Weiterhin fordert der VBE für die kommende Legislaturperiode:

  • Die Förderschulen müssen erhalten und gestärkt werden. Sie leisten einen unschätzbar wertvollen Beitrag und sind ein wichtiger Teil der Schullandschaft.
  • Der Ganztag muss neu organisiert werden. Wir brauchen ein hochwertiges Bildungsangebot durch Profis bis zum Nachmittag. Im Anschluss bieten die Schulträger eine flexible Betreuung an. Damit leisten wir einen ernstzunehmenden Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit.
  • Schule muss neu gedacht und ausfinanziert werden. In unseren Schulen wird die Zukunft des Landes vorbereitet und das an vielen Stellen unter den Bedingungen von vorgestern. Der Investitionsstau an den Schulen muss aufgelöst und Strukturen neu gedacht werden, damit die gesellschaftlichen Anforderungen an die Schulen, wie Inklusion oder Demokratiebildung, erfüllt werden können. Im Grundschulbereich beispielsweise kann Personal über regionale Grundschulnetzwerke effizient eingesetzt werden.