Lars Lamowski: „Schon lange hat sich der VBE als einzige Bildungsgewerkschaft für eine unabhängige Anlaufstelle für Lehrkräfte, die Opfer von Gewalt geworden sind, eingesetzt. Jetzt wird unsere Forderung umgesetzt! Das ist ein Meilenstein für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die nun endlich die Hilfestellung bekommen, die sie benötigen und ein Erfolg für den VBE!“
Bildungsminister Sven Teuber kündigte heute an, dass eine unabhängige Anlaufstelle für Lehrkräfte, die Opfer von Gewalt geworden sind, eingerichtet wird. Hier erhalten die Kolleginnen und Kollegen professionelle Unterstützung und Informationen zum weiteren Vorgehen durch Psychologinnen und Psychologen. Angesiedelt ist diese Stelle beim Pädagogischen Landesinstitut, die unabhängig von der ADD und dem Ministerium agiert. Zudem unterliegen die Mitarbeitenden der Schweigepflicht.
Der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung Rheinland-Pfalz (VBE), Lars Lamowski, kommentiert die Ankündigung des Bildungsministers: „Seit Jahren weist der VBE immer wieder auf das Thema hin, liefert belastbare Daten durch repräsentative forsa-Umfragen und zeigt Lösungen auf – wie die Anlaufstelle. Dieser konsequente Einsatz zeigt Wirkung und bringt eine echte Unterstützung und Hilfe für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Das ist ein erster Schritt, um das Thema Gewalt gegen Lehrkräfte konsequent anzugehen. Wie auch unsere forsa-Umfrage zeigt, brauchen wir dringend eine angemessene Personalausstattung an den Schulen. Insbesondere die Schulsozialarbeit muss ein fester Bestandteil der multiprofessionellen Teams an allen Schulen sein. Zusätzlich muss der Maßnahmenkatalog bei Gewaltvorfällen an Schulen reformiert werden, damit sofort greifende Sanktionierungen der Täterinnen und Täter durchgesetzt werden können.“